Kiffen und Psychose?

Kiffen und Psychose?

Erstellt am 02. Aug, 2009 durch Johnny in Aktuelles, Blog

In unserer heutigen Gesellschaft gehört „kiffen“ für viele Menschen zum Alltag.
Stress in der Schule, am Arbeitsplatz oder einfach nur Langeweile oder der große gesuchte Kick verleiten schon einmal dazu, schnell zur Tüte zu greifen.
Das kiffen nicht gesund ist, weiß wohl jeder, dass es aber auch zur Psychose oder Schizophrenie führen kann ist nicht Jedem bewusst.

Kiffen verdoppelt das Risiko an einer Psychose zu erkranken
Britische Ärzte sind nach der Auswertung von 35 Studien dazu gekommen, dass Kiffen das Risiko an einer Psychose zu Erkranken, verdoppelt.
Vor allem im jungen Alter kann es zu schweren Schädigungen kommen. In der Pubertät kommt es zu Umbauprozessen im Gehirn, die durch Cannabis beeinflusst werden.
Je jünger eine Person und je höher der Konsum, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie irgendwann Stimmen hört oder Verfolger sieht.
„Vielkiffer“ sind natürlich deutlich mehr betroffen als „Gelegenheitskiffer“ , wobei auch Gelegenheitsraucher ein deutlich erhöhtes Risiko, an Bewusstseins-, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und manisch-depressiven Verstimmungen zu erkranken, tragen.

Mögliche Vorboten
Oftmals gibt es frühe Warnzeichen. Viele Konsumenten bekommen Sehstörungen, Konzentrationsschwächen, Ängstlichkeit, Schlafstörungen und sind schlecht drauf.
Irgendwann kommt es dann zu psychotischen Phasen. Die Betroffenen sehen dann Dinge, die nicht existieren, und hören Stimmen, die gar nicht da sind.

Psychose
Unter dem Begriff Psychose werden zahlreiche mittelschwere bis schwere psychische Leiden zusammengefasst. Sie gehen meist mit einem - unterschiedlich ausgeprägten - Realitätsverlust einher. Beispiele sind Bewusstseins-, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Wahn, Halluzinationen und manisch-depressive Erkrankungen.
Eine Psychose ist eine ernsthafte Erkrankung, welche in der Regel nicht von selbst wieder verschwindet. Deswegen ist Abwarten bis es wieder weggeht oder einfach nochmehr kiffen um die Probleme zu verdrängen der falsche Weg.
Psychosen können heutzutage gut medikamentös behandelt werden. Hierbei gilt:
„Je früher die Psychose erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Chance, hinterher ein völlig normales Leben führen zu können.“

Finger weg von Drogen
Nach einer Psychose ist es sehr wichtig, keine Drogen mehr zu nehmen. Ist es nämlich schon einmal zu einer Psychose gekommen, kann jeder einzelne weitere Joint zu einem Rückfall führen.

johnny1


Jonathan Gutmann
Gesundheits- und Krankenpfleger
Akutpsychiatrie
Klinik Hohe Mark
Oberursel (Taunus)

2 Kommentare zu “Kiffen und Psychose?”

  1. Tobi

    05. Aug, 2009

    Schöner Artikel, Johnny.

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